Annäherungen an die spanischsprachigen Kulturen

Cineastas emergentes. Mujeres en el cine del siglo XXI / Annette Scholz, Marta Álvarez (Hg.)

Diese Publikation stellt die Arbeit iberoamerikanischer Regisseurinnen dieses Jahrhunderts vor und präsentiert ihre Arbeitsformate, Aspekte und Tendenzen. Des Weiteren wird die aktuelle Situation der weiblichen Filmlandschaft in Spanien, Argentinien, Mexiko, Chile, Kolumbien, Kuba und Paraguay analysiert und sowohl jene Länder mit einer starken Filmindustrie als auch jene betrachtet, deren Filmsektor noch in der Entwicklung befindet. Der Band enthält eine DVD mit Kurzfilmen und didaktischem Material, welches im Unterricht für Spanisch als Fremdsprache eingesetzt werden kann.

El cortometraje español (2000-2015). Tendencias y ejemplos / Ralf Junkerjürgen, Annette Scholz, Pedro Álvarez Olañeta (Hg.).

Seit der Jahrtausendwende haben technologische Fortschritte zu einer Kettenreaktion geführt, die alle Aspekte der Filmproduktion und -diffusion radikal verändert hat. Mit der digitalen (R)Evolution hat der Kurzfilm eine neue Sichtbarkeit erlangt: Das Internet hat ihn aus dem unzugänglichen Fundus von Filmarchiven und Festivals befreit. Die neue Ära hat nicht nur die Möglichkeiten für professionelle Filmschaffende verbessert, sondern ermöglicht auch Anfängern und Cineasten durch einen Mausklick ihre eigenen Kurzfilme zu drehen und zu veröffentlichen. Dieses Buch ist aus dem Bedürfnis entstanden, für einen Moment innezuhalten, um der Reflexion über den Status quo des zeitgenössischen spanischen Kurzfilms Raum zu geben. Dazu haben wir Spezialisten aus unterschiedlichen Bereichen zusammengebracht, die ihren eigenen Standpunkt in die Arbeit mit einfließen lassen. Doch über die Reflexion hinaus, kann sich der Leser mittels einer DVD mit sieben Kurzfilmen, die seit dem Jahr 2000 produziert wurden, verstärkt mit den Inhalten beschäftigen. Außerdem verfügt die DVD über didaktisches Material, das für die Lehre genutzt werden kann.  

Die Publikation deckt nicht nur eine Forschungslücke ab, sondern lenkt den Fokus auch auf jene Veränderung, die sich seit dem Jahr 2000 durch neue Rezeptionswege vollzogen hat. Kurzfilme sind im Internet stark präsent und auch Online-Filmfestivals genießen großen Erfolg.

Rezensionen der Publikation sind bei Cortosfera und auf der Homepage von AISGE (Performer, Management Society) zu finden.

ENo se está quieto. Nuevas formas documentales en el audiovisual hispánico / Marta Álvarez, Hanna Hatzmann, Inmaculada Sánchez Alarcón (Hg.)

Der Dokumentarfilm erlebte zu Beginn des neuen Jahrhunderts eine große Aufwertung und einen kommerziellen Boom. Dieser Wandel konnte sich nur deshalb vollziehen, da sich der Dokumentarfilm den alten Regeln entgegensetzte, die ihn und seine Räume innerhalb des audiovisuellen Ökosystems einschränkten: Er bestand darauf, subjektiv und experimentell zu sein, verzichtete auf die Kamera und wagte sogar den Einsatz von gezeichneten Animationen. Diese Publikation blickt auf die Umstände zurück, die diesen Boom im spanischsprachigen Kontext begünstigt haben, zeigt die interessante Vielfalt, die heute hinter dem Begriff „Dokumentarfilm“ verborgen ist – vom Unternehmen bis zu den Autoren, von jenen, welche die Kinogänger begeistern bis hin zu denjenigen, die im Internet verfügbar sind oder für das Museum gemacht werden und lassen einige aktuelle und bedeutende Filmschaffende zu Wort kommen. Durch die verschiedenen Arbeiten, die den Band bilden, wird gezeigt, dass sich der digitale Charakter des zeitgenössischen audiovisuellen Films bereits manifestiert und sowohl Praktiken als auch Ausdrucksformen neu definiert hat.

Alber Ponte, corto en las venas. Acercamiento a un cineasta español. / Ralf Junkerjürgen, Pedro Álvarez Olañeta.

Der Fall Alber Ponte ist außergewöhnlich. Mit mehr als 50 Titeln seit 1990 ist der spanische Regisseur nicht nur der produktivste im Bereich des Kurzfilms, sondern auch einer der wenigen, die in ihm seine eigene Ausdrucksform gefunden haben. Obwohl er bisher drei Langfilme und mehrere Dokumentarfilme gedreht hat, ist er vor allem für seine Kurzfilme bekannt. Mehr als sechzig Auszeichnungen und die Tatsache, dass sie die außergewöhnlichen Karrieren von Schauspielern wie Luis Tosar oder Luis Zahera entscheidend gefördert haben, bestätigen die Qualität seiner Filmografie und die Bedeutung von Ponte für das spanische Kino. Seine Meisterwerke gehören zu den Besten, die in diesem Format in Spanien produziert wurden. Nach zwanzig Jahren Cinemania Pontiana scheint es an der Zeit, auf seine gesamte Arbeit zurückzublicken und sie zu analysieren.